Analfisteln sind Entzündungen im Enddarm-Bereich, die röhrenförmige Verbindungen zwischen den Drüsen der Darmwand und der haut ausbilden. Ein Austritt dieser Fistel zur Hautoberfläche in der Afterregion kann aber muss nicht dazu gehören. Die Fistelverläufe können sich über, durch oder unter dem Schließmuskelapparat entwickeln.

Ursachen:

  • Abszesse in der Afterregion, meist innerhalb des Analkanals / Enddarms
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Divertikulitis
  • Drüsenentzündungen des Analkanals / Enddarms (Kryptitis)
  • Chronische Analfissur
  • Krebserkrankungen

Symptome:

  • anhaltende Sekretion am Anus
  • lokale Blutungen
  • Schmerzen im Rahmen von Entzündungen (Abszess)

Diagnostik:

  • Inspektion
  • Palpation
  • Spiegelung von Analkanal und Enddarm
  • MRT des Beckenbodens

Therapie:
(Ein heilender Therapieansatz der Analfistel ist immer operativ)

  • Fisteln werden, sofern sie unterhalb des Schließmuskels verlaufen, in der Regel gespalten.
  • Bei Schließmuskelbeteiligung sollten sie unter Schonung des Schließmuskels ausgeschnitten werden (Fistulektomie).
  • Bei Fistelverläufen durch weite Teile des Schließmuskelapparates ist teilweise ein plastischer Fistelverschluss notwendig. Hier sind Schleimhautlappenplastiken, Fistel-Clips, Fistel-Plugs und thermische Fistelverschlusstechniken möglich.
  • Vor einem plastischen Fistelverschluss wird häufig eine Fadendrainage der Fistel zur Markierung und Sekretableitung platziert.

Nachsorge

In der Regel sind nach einer operativen Behandlung bei komplexen Analfisteln zwei Nächte im Krankenhaus notwendig. Circa 7-10 Tage sowie vier Wochen nach der Operation sollte eine Proktologische Nachuntersuchung durchgeführt werden. Dieses bieten wir Ihnen in unserer Klinik gerne an, gleichzeitig sind diese Untersuchungen selbstverständlich durch unsere niedergelassenen proktologischen Partner möglich.